Wohin mit dem Laub?

Wenn die Blätter im Herbst fallen, entsteht eine große Menge Laub. Doch was tun mit den ganzen Blättern?

Die Verkehrssicherungspflicht schreibt das Wegräumen von Laub rund um das Grundstück vor und auch Ihrem Garten tun Sie mit dem Laubrechen einen Gefallen. Die gesammelten Blätter dürfen nicht verbrannt werden, da brennendes Laub zu einer enormen Rauch- und Brandentwicklung führt – Grund dafür ist der hohe Wassergehalt der Blätter. Doch auch trockenes Laub sollte nicht verbrannt werden, da sich Laubfeuer sehr schnell vergrößern und somit besonders gefährlich sind. Auch die Biotonne ist wegen der begrenzten Kapazität für das Entsorgen nur bedingt geeignet. Wer sein Laub im nahen Wald entsorgt, macht sich sogar strafbar und muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Auf diese Weise soll eine Zerstörung der Wälder durch fremdes Laub verhindert werden.

Die richtige Entsorgung von Blättern

Wohin also mit dem gesammelten Laub? Nutzen Sie das Laub, um kälteempfindliche Pflanzen mit den Blättern einzupacken und zu schützen. Das übrige Laub kann in den meisten Gemeinden auf Wertstoffhöfen abgegeben werden. In anderen Gemeinden können es Eigentümer in speziellen Säcken lagern, bis eine Müllabfuhr für Gartenabfälle die Säcke einsammelt. Denn in Laub steckt pure Energie. Mit Karbonisierung lassen sich pflanzliche Überreste wie Blätter oder Gräser zu Biokohle umwandeln. Bei rund 200 Grad werden sie einem enormen Druck ausgesetzt, dabei wird ihnen Wasser entzogen. So entstehen aus etwa 200 Kilogramm organischen Reststoffen bis zu 70 Kilogramm Biokohle-Pellets.