Effizient und ökologisch kühlen

Ein effizientes und umweltfreundliches Kühlregal kann wesentlich zum Klimaschutz beitragen.

Das Ergebnis der Studie der Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass Unternehmen langsam erkennen, wie ein effizientes und umweltfreundliches Kühlregal wesentlich zum Klimaschutz beitragen kann. Die Kühlung von Waren ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel für durchschnittlich 50 Prozent der Energiekosten verantwortlich. Mit dem Einsatz von Türen an den Kühlregalen und LED-Beleuchtung lassen sich jedoch bis zu 40 Prozent der Kosten dauerhaft einsparen.

Während in der Tiefkühlung bereits fast bei allen befragten Unternehmen Türen und Abdeckungen Standard sind, fehlen diese Maßnahmen in Kühlregalen allerdings noch überwiegend. Ausnahme ist die Kaiser's Tengelmann GmbH, die jedes zweite Kühlregal mit Türen sowie mit einer stromsparenden LED-Beleuchtung ausstattet. Das führt zu Energieeinsparungen von 30 Prozent. Vorreiter in der energiesparenden Abdeckung ist der Bio-Supermarkt Alnatura: Hier sind bereits alle Kühlregale mit Türen ausgestattet.

Geringe Beteiligung der Unternehmen

Kritisierte wurde von der DUH allerdings die mangelnde Auskunftsbereitschaft der Mehrheit der Unternehmen: Denn von den 33 Befragten hatten 20 die Auskunft verweigert oder einfach nicht geantwortet. Die beiden Marktführer Rewe und Edeka erteilten außerdem keine differenzierten Auskünfte für ihre Discounter Penny und Netto Marken-Discount.

Natürliche Kältemittel immer häufiger

Überraschendes Ergebnis der Umfrage: Vor allem der Discountersektor setzt vermehrt auf natürliche Kältemittel. So nutzen Lidl und Aldi nach eigenen Angaben natürliche Kühlmittel, bei den kleineren Tiefkühltruhen in 55 bis 79 Prozent der Fälle und in neuen Filialen auch bei größeren Verbundanlagen. Die Metro Group verzichtet in allen Lagerstandorten, Aldi Süd in fast allen Logistikzentren auf den Einsatz klimaschädlicher Kältemittel und betreibt diese stattdessen mit der klimafreundlichen Variante Ammoniak.

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass erste Vertreter des deutschen Lebensmitteleinzelhandels bei ihren Kühlsystemen langsam auf klimafreundliche Kältemittel umsteigen. Von einem flächendeckenden Einsatz natürlicher Alternativen für die Warenkühlung sind wir aber noch weit entfernt.“ fasst Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, die Ergebnisse zusammen.

Wer zu Hause den Kühlschrank richtig einräumt und richtig kühlt, kann Energie und Kosten sparen.