Bundespreis Ecodesign: Jetzt mitmachen

Umweltministerium und Bundesumweltamt suchen unter dem Motto "mehr als schön" Designideen, die sowohl ökologisch als auch ästhetisch herausragen.

Sammelstationen für Meeresmüll, Fassaden, die atmen oder bionische Trennwände für Flugzeuge – mit diesen Projekten konnten die Erfinder 2016 die Jury überzeugen. Auch 2017 sucht der Bundespreis Ecodesign wieder mutige Design-Pioniere nachhaltiger Produkte. Bewerben können sich Unternehmen, Designagenturen, Start-Ups und Studierende – mit bereits erstellten Prototypen oder marktreifen Produkten und Dienstleistungen.

Überzeugendes Design statt kurzlebiger Wegwerfware

„Viele unserer Alltagsprodukte oder Dienstleistungen können wir wesentlich nachhaltiger gestalten. Das heißt, ein Stuhl, eine Brille oder ein Werkzeug sollte nicht nur ökologischer werden, sondern sich gleichzeitig auch gut nutzen oder tragen lassen. Das ist die Grundmelodie beim Bundespreis Ecodesign. Hier sind alle Designer und Designerinnen eingeladen, sich zu bewerben. Gute Ideen für langlebige, ressourcenschonende Produkte brauchen wir noch jede Menge“, erläutert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Idee hinter dem Wettbewerb.

Interessierte haben bis zum 10. April Zeit, sich zu bewerben und können sich für eine von vier Kategorien „Produkt“, „Konzept“, „Service“ oder „Nachwuchs entscheiden. Eine interdisziplinär besetzte Jury wählt dann im September die Nominierten und Preisträger aus. Die Vorauswahl trifft ein Expertengremium des Umweltbundesamtes (UBA) und des Projektbeirats. Die Bewertung basiert auf einer Kriterienmatrix, die gemeinsam von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), UBA und dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) entwickelt wurde. Im Fokus steht jeweils der gesamte Lebenszyklus eines Produktes – von der Idee über die Produktion bis zur Frage, wie sich das Produkt recyceln oder entsorgen lässt.

Öffentlichkeitswirksame Präsentation der Beiträge

„Das Besondere an diesem Designpreis sind ästhetisch überzeugende Gestaltungsvorschläge für die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Auch in diesem Jahr hoffen wir für möglichst viele Lebensbereiche auf nachhaltig gestaltete Produkte mit langer Lebensdauer, neue Konzepte des Teilens und Tauschens sowie Dienstleistungen, mit denen es beim Wohnen, Einkaufen oder Reisen Freude macht, die Umwelt zu schonen“, erklärt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes.

Die Preisträger und Nominierten werden am 27. November 2017 bei der Preisverleihung im Bundesumweltministerium geehrt. Danach werden die nominierten und ausgezeichneten Beiträge öffentlichkeitswirksam in verschiedenen Medien, einer Online-Ausstellung auf der Internetseite des Bundespreises sowie in einer Wanderausstellung auf Messen und in Museen präsentiert. Für Studierende lockt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro pro Preis.

Hier gibt es weitere Informationen zum Wettbewerb und der Ausstellung.