Modernes Licht

Die Stadt Alzenau lässt die Straßenbeleuchtung sukzessive erneuern. Dabei kommen Straßenleuchten mit effizienten LED-Modulen zum Einsatz.

Ausreichend Licht auf nächtlichen Straßen – noch vor 100 Jahren war das keine Selbstverständlichkeit. Doch seither hat sich viel verändert. Deutschen Kommunen obliegt inzwischen die Verkehrssicherungspflicht. Dazu gehört eben auch, für genug Licht zu sorgen. Besonders hohe Standards gelten auf viel genutzten Durchfahrtsstraßen, Kreuzungen sowie an anderen zentralen Stellen. Dieser Pflicht kommt die Stadt Alzenau natürlich seit jeher in vollem Umfang nach. Doch wie an allen technischen Geräten, nagt auch an Straßenlaternen der Zahn der Zeit. „Vor allem die Leuchten mit Betonmasten kommen raus“, weiß Matthias Grom, für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung verantwortlich. Noch besteht keine Gefahr. Aber die Masten sind inzwischen 50 und mehr Jahre verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt, vor allem der Witterung. Das führt dazu, dass ihre Oberfläche Schaden nimmt und bisweilen kleine Brocken herausfallen. Folgerichtig entschieden die Verantwortlichen der Stadt, alle Beton-Pilzleuchten und die Betonpeitschen nach und nach zu ersetzen. Genau daran arbeitet Matthias Grom mit Hochdruck.

Alu statt Betonpeitsche: Die Masten machen auch optisch einen guten Eindruck.

Für das aktuelle Großprojekt spricht noch ein weiterer wichtiger Grund: die laufenden Kosten. Denn natürlich lässt die EVA nicht nur neue Masten, sondern komplett neue Straßenlaternen mit modernen Leuchtmitteln setzen. LED statt Natriumdampftechnik lautet die Devise. Die effizienten Halbleitermodule brauchen bei vergleichbarer Lichtausbeute nur einen Bruchteil der elektrischen Energie. Zudem lassen sie sich dimmen, was noch mehr Strom spart. Genau das geschieht zwischen 1 und 5 Uhr. „In dieser Zeit regeln wir die Lampen um 50 Prozent ­he­runter“, erklärt Matthias Grom.

Viel haltbarer

Dazu kommt noch, dass LED deutlich langle­biger sind als herkömmliche Leuchtmittel. Die Hersteller der beiden verwendeten Module gewähren volle zehn Jahre Garantie auf ihre Produkte. „So lange hat die Stadt praktisch ­keine Unterhaltskosten jenseits der Stromrechnung“, ergänzt Matthias Grom. Und die fällt wegen des geringeren Verbrauchs ebenfalls deutlich niedriger aus. All dies führt letztlich dazu, dass sich die neuen LED-Laternen in spätestens acht Jahren durch ihre Effizienz selbst finanziert haben. Ab dann sparen sie richtig Geld.

Für die Modernisierung arbeitet Matthias Grom eng mit Silvia Pfannmüller, der Leiterin des Stadtbauamtes Alzenau, zusammen. In diesem Jahr stehen rund 20 Straßenzügen in Alzenau und den Stadtteilen an. Ganz wichtig dabei: die Lichtsituation an kritischen Stellen, wie zum Beispiel Zebrastreifen. Aber auch dort, wo bislang Laternenmasten unglücklich oder gar störend positioniert waren, sucht der engagierte Techniker nach günstigeren Lösungen. Und findet üblicherweise eine. Ohnehin kommt es, technisch bedingt, eher selten zu einem ­Eins-zu-eins-Austausch. „Die LED strahlen einfach in einem anderen Winkel ab“, begründet ­Matthias Grom. Damit es auch nach der Umrüstung überall hell genug ist, überlässt der Experte nichts dem Zufall. „Bevor es in die konkrete Planung geht, lasse ich die neuen Leuchtenabstände genau berechnen“, beschreibt Matthias Grom das ­Vorgehen. Wie gut diese sind, lässt sich schon in vielen Straßen in Alzenau und den Stadt­­teilen nachvollziehen.

Der Pavillon im Kirschgarten Wasserlos in Wasserlos wird mit LED-Bodenstrahlern angestrahlt.