Auf dem Gipfel laden

Die Stadt Alzenau hat an einem der beliebtesten Ausflugziele eine Ladesäule für E-Bikes installiert – auf dem Hahnenkamm. Ein Projekt mit Freizeitwert.

E-Bikes gehören längst zum alltäglichen Bild auf deutschen Straßen. Da macht auch Alzenau keine Ausnahme. Und diese Entwicklung ist leicht nachvollziehbar. Denn immer mehr zuverlässige und bezahlbare Modelle helfen vielen Menschen, sich umweltfreundlich fortzubewegen.

Nachdem sich die elektrisch unterstützten Drahtesel zunächst im Stadtverkehr durchsetzten, steigen jetzt auch immer mehr Mountainbiker auf Modelle mit Motor und Batterie um. Und vergrößern so ihren Aktionsradius. Denn mit Unterstützung des Antriebs bewältigen auch weniger Trainierte vergleichsweise steile und lange Anstiege. Etwa auf den Alzenauer Hausberg, den Hahnenkamm. Der ist bei Mountainbikern wie Wanderern gleichermaßen beliebt. Schließlich bietet der Berggasthof des Freigerichter Bunds hoch oben auf dem Gipfel die rechte Belohnung für die Anstrengungen: kühle Getränke und zünftige Mahlzeiten. Seit Juni gibt es hier nicht nur neue Energie für ausgelaugte Körper. Auch die Akkus der hier immer häufiger anzutreffenden E-Bikes lassen sich bequem aufladen. Denn dank der finanziellen Unterstützung der EVA und der Stadt Alzenau verfügt der Freigerichter Bund jetzt hier über eine Ladestation, mit deren Hilfe Gäste des Restaurants ihre Fahrradakkus kostenlos füllen können. „Als wir die Anfrage bekamen, ha­ben wir sofort zugesagt“, erinnert sich Rolf Freudenberger, Geschäftsführer der EVA.

E-Montainbiker können also ab sofort großzügigere Touren planen, wenn sie einen Zwischenstopp auf dem Hahnenkamm einlegen. Um sicher nachladen zu können, ist es aber ratsam, ein eigenes Kabel mitzubringen. Für den Notfall gibt es im Berggasthof je eines von Bosch, Yamaha und Impulse – den verbreitetsten Herstellern – zum Ausleihen. Wichtig zu wissen: Die Station geht schonend mit den Akkus um, lädt sie trotzdem in kurzer Zeit und bei jedem Wetter.

Regionales Projekt

Die Ladestation des Freigerichter Bunds gehört zum Projekt „Wald erFahren“, das bereits mehrfach für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet wurde. Die Idee ist, die beliebte Radregion Spessart für E-Biker zu erschließen, eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufzubauen und so dem überaus praktischen Verkehrsmittel zu noch weiterer Verbreitung zu verhelfen. „Wir halten diesen Ansatz für einen Schritt in die richtige Richtung“, ergänzt Rolf Freudenberger. Tatsächlich hat die EVA schon vor vielen Jahren eine E-Bike-Ladestation mit abschließbaren Helmfächern vor ihrer Zentrale im Mühlweg in Betrieb genommen. Auch hier ist das Laden der Akkus nach wie vor kostenlos.