2:0 für den SV Albstadt

Von der Modernisierung der Ortsdurchfahrt von Albstadt profitierten zahlreiche Anlieger direkt. Auch der SV Albstadt nutzte die Gunst der Stunde.

Für den SV Albstadt kam die Nachricht der großen Sanierung der Freigerichter Straße gerade recht. Denn weil sich die Arbeiten nicht nur auf die Durchgangsstraße beschränkten, ergab sich die Möglichkeit, gleichermaßen etwas für die Vereinskasse und den Klimaschutz zu tun. Die Verantwortlichen entschieden sofort und einhellig, die Warmwasserbereitung für den Spielbetrieb und die Heizung des Vereinsbüros auf umweltschonendes Erdgas umzustellen. „Wir haben schon lange darauf gewartet, den alten Ölkessel verschrotten zu können“, erzählt Jörg Ries, Vorstand des SV Albstadt.

Planungstreffen:

Planungstreffen: Den Graben zum Sportheim heben Mitglieder des SV Albstadt selbst aus

Die Umstellung verlief wie erwartet problemlos. Mit der Besonderheit, dass engagierte Mitglieder den für den Hausanschluss nötigen Graben selbst aushoben und zwei Leerrohre verlegten. „Durch das zweite schießt die EVA dann noch das Glasfaser­kabel“, erklärt Jörg Ries.

Nachdem der Erdgashausanschluss gesetzt war, demontierte ein Alzenauer SHK-Betrieb die alte Heizung und installierte ein modernes Erdgasbrennwertgerät. Es spart konstruktionsbedingt mindestens 25 Prozent der eingesetzten Primärenergie, verglichen mit dem Vorgänger. Und weil die Verbrennung von Erdgas weniger CO2 freisetzt als die von Heizöl, liegt die Einsparung in Sachen Klimagas bei deutlich mehr als einem Viertel.

Zusammen mit der neuen sparsamen Heizung erhielt der SV Albstadt eine neue Warmwasser­bereitung. Statt wie bisher das Duschwasser in einem Speicher vorzuhalten, erhitzt jetzt eine Frischwasserstation die benötigte Menge genau dann, wenn die Sportler den Hahn aufdrehen. Diese Art der Warmwasserbereitung schließt aus, dass sich gefährliche Legionellen im Warmwasserspeicher vermehren.

Der Wechsel von Öl auf Erdgas bringt noch zwei weitere wichtige Vorteile: Zum einen spart der Verein ab sofort die Kosten für die aufwendige Tankprüfung. Zum anderen entsteht im Sportheim an der Stelle, wo bislang der Tank stand, ein zusätzlicher nutzbarer Raum. Den richtet der Verein für die Schiedsrichter her. Ein Schelm, wer dabei an Bestechung denkt …